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Freitag, 28. Oktober 2011

Mein erster Besuch in einer Hundeshule

"Klartext Hund" hat's vorgemacht und seine Erfahrungen mit einer "Hundeschule der besonderen Art" aufgeschrieben.
Da fiel mir glatt meine erste "Schulstunde" wieder ein und ich würde euch davon gern berichten.
Vielleicht ist es euch ja auch so ergangen und ihr habt Lust, eure Erfahrungen dazu hier mit mir zu teilen.

Nun ja, es ist jetzt beinahe vier Jahre her, dass ich als kleiner, 10 Wochen alter Welpe, bei meiner neuen Familie eingezogen bin. 
Meine neue Servicekraft hatte zuvor viele Vorbereitungen für meine Ankunft getroffen. 
Sie hat schicke Spielsachen gekauft, die Vorratskammer gefüllt, meine zukünftigen Ruheplätze gerichtet, die Wohnung "welpensicher" gemacht,  
viiiiiiiele Bücher gelesen, den roten Teppich ausgerollt ....... und mich bei einer Hundeschule vor Ort für einen Welpen-Sozialisierungskurs angemeldet.

Die Hundeschule ganz in der Nähe schien der große Glücksgriff zu sein. In Telefonaten vorab bestätigte die Hundetrainerin meine Servicekraft darin, dass zunächst ein Sozialisierungkursus absolviert werden sollte, in dem einzig und allein wenige Welpen unter Anleitung der Trainerin Sozialverhalten üben könnten und unterschiedliche Umweltreize spielerisch und ganz ohne Zwang kennen lernen könnten.
Alles natürlich im Rahmen der charkaterlichen Gegebenheiten der Welpen und ohne jede Form von Druck! 
BINGO!!
Sowas hörte sich nach einem Welpen-Weichspülgang der besonders soften Art an und jeder Welpe sollte sich die Pfoten schlecken, bei soviel verständnisvoller Zuwendung!
Das mit dem Pfotenschlecken kam dann für so manch einen anders als gedacht, aber dazu später.

Als ich dann 12 Wochen alt war, ging's los zur ersten Schulstunde.
Meine Servicekraft sagt, diesen Tag würde sie so schnell nicht mehr vergessen und es wäre ihr eine Lehre gewesen, .... was ja auch schließlich so sein sollte, oder? 
Lernen wollten wir ja schließlich beide, ich vor allem, wie man seine Zweibeiner erzieht.
Meine Leinenhalterin wurde allerdings nach der Ankunft in der Hundeschule schon gleich etwas skeptisch: "Sehen so Welpen aus?" Nee, ganz sicher nicht. O.K., mal abwarten, was hier die Ansage ist.
Vier "Welpen" fanden sich in unserer Erstlingsrunde ein, zwei davon mindestens drei oder vier Jahre alt! Komisch, wie spät so manch' einer heute erwachsen wird. Ich hatte vor, das schneller hinzukriegen.
Der Dritte im Bunde war ein netter Golden Retriever, ca. 5 Monate alt und - nach mir, der Nummero vier, damit der Jüngste im Bunde. Gleich vor den ersten Ansagen wurden kurze Schleppleinen verteilt und alle durften sich beschnüffeln. Die beiden "Späterwachsenen" zeigten gleich wo's lang geht: Anknurren und niedermachen, fertig! Was bei uns Welpen schnell erledigt war, machte den beiden untereinander anscheinend sehr viel mehr Spaß und so fetzten sie sich lustig weiter, während die Hundetrainerin einen gekonnten Blick in die Kampfarena warf und zunächst einmal den umstehenden, etwas verunsicherten Besitzern erklärte, was sich hier nun gerade abspielt (anstatt sofort einzugreifen, die plöde K....!). 
Wir zwei "Kleinen" beschnüffelten uns gerade gegenseitig, als das erste Wurfgeschoss gerade an uns vorbei auf die beiden Kampfhähne traf.
Ich konnte sehen, wie entsetzt meine Servicekraft guckte und hörte sie zur Trainerin sagen: "Wenn sie die jetzt auf meinen Hund geworfen hätten, dann wäre ich jetzt stinkesauer gewesen!" 
Die Hundetrainerin beschwichtigte und faselte etwas von Angststörungen des einen, ihr schon aus vorherigen Kursen bekannten Hundes. 
Na super! Was hat wohl so ein fehlgeleiteter, späterwachsener dreijährer Hund, in einem Sozialisierungskurs für Welpen zu suchen, häää??? 
Etwa als abschreckendes Beispiel, oder was??? Aber das mit der Angststörung, die auch den anderen "Wiederholungsteilnehmer" traf, war kein Wunder, denn nachdem sich alle beruhigt hatten und ich mich sicherheitshalber in der Nähe meiner Tippse aufhielt, gab's gleich den nächsten hundepädagogischen Leckerbissen:
Die Trainerin erklärte den umstehenden Leinenhaltern, sie sollten sich jetzt mit einer Hand in die andere, flach ausgestreckte Hand schlagen und zwar so fest, dass es zwirbelt. Denn dass wäre dann genau die Härte, mit der man seinen Hund schlagen müsste, wenn er sich den in Zukunft folgenden Übungen entzieht. 
Ups! Jetzt konnten sich die Zweibeiner die zwickenden "Pfoten" schlecken.
Der Unterkiefer meiner Servicekraft klappte kurz runter, was echt lustig aussah und sie schnappte nach Luft, als hätte sie eine Fliege verschluckt. Und dann lockte sie mich heran, löste den Karabiner der Schleppleine, schnappte mich und verließ mit mir den Platz. 
So ein Mist! Meine erste Schulstunde hatte somit nicht einmal 10 Minuten gedauert - ich war ziemlich verdaddert. Und meine Servicekraft schimpfte beim Verlassen der Gruppe, wie ein Rohrspatz! 
Den genauen Wortlaut will ich euch lieber ersparen, aber wenn sie das zu MIR gesagt hätte, hätte ich schon damals einen ordenlichen Hundeanwalt eingeschaltet! 

Wie auch immer, die Schulstunde war vorbei und den Hundeplatz mit meinen ersten "Klassenkameraden" habe ich NIE wiedergesehen.

Die nächste Hundeschule haben wir dann nicht nur nach telefonischen Versprechungen, sondern nach Mund-zu-Mund-Propaganda ausgewählt und sind damit dann auch lange glücklich gewesen!
LG, Enya

Mittwoch, 20. Juli 2011

Die Zweibeinerflüsterin..., die ultimative Antwort auf Martin Rütter !

Also jetzt schlägt's 13 !
Das glaub' ich jetzt nicht, oder?

Ihr wollt wissen was los ist?
Ich erzähl's euch:
Da sitzt doch meine Servicekraft in Gesellschaft anderer Zweibeiner vor dem Fernseher  und schaut sich das neue Comedy-Programm von Martin Rütter an (Anm: Herr Rütter, WIR wissen sehr wohl, was ein Fernseher ist, legen den Schwerpunkt unserer Interpretation nur eben auf andere Merkmale dieser Kiste !!!) 
Da höre ich SIE auf einmal weise verkünden:

"Ich weiß gar nicht, wo dass Problem liegt, jeder Mensch weiß doch, dass ein Hund nicht jedes Wort versteht, was ich sage! Wenn ich mit meinem Hund (Damit meint SIE MICH !!!) rede, dann tue ich das doch nicht, um ihn in ganzen Sätzen zum Gehorsam aufzufordern, sondern dann ist das doch mehr oder weniger meine persönliche Pschohygiene und ist eine gute Alternative zu Selbstgesprächen oder Sitzungen mit meinem Therapeuten, weil ja mein Hund immerhin auch vom (meist) wohlwollenden Tonfall profitiert. 
Das meine Puppe selber sprechen kann und ihren Brei aufisst, habe ich doch auch höchstens im Alter zwischen zwei und vier Jahren geglaubt.  

Es ist schließlich nicht wichtig, ob ich mit meinem Hund in ganzen Sätzen rede, ihm Geschichten erzähle, oder mein Leid klage, wichtig ist doch nur, dass ich mir der Tatsache bewusst bin, dass DER das nicht verstehen kann, sondern nur deswegen so treu guckt, weil das sich im Zuge der Evolution als erfolgreicher herausgestellt hat, als seinen Dosenöffner anzuknurren.... Und dass ich darauf bestehe, das ich zuerst zur Tür gehe, um meinen Besuch zu begrüßen, damit mein Hund nicht denkt, er soll meinen Job als Rudelboss übernehmen."

Ja geht's noch?
Da denkt DIE allen Ernstes, wir Vierbeiner seien mit dem Klammerbeutel gepudert???
Ich glaube es wird allerhöchste Zeit, dem Herrn Rütter mal etwas entgegenzusetzen !

Ich werd' euch die Sache mal erklären:

Der Herr Rütter amüsiert sich in seinem Programm z.B. darüber, dass Männer, wenn sie mitten in der Nacht nach einigen Gläsern Bier und noch dazu nach Döner stinkend nach Hause kommen und zu ihrer Frau ins Bett huschen möchten, wütend dem Schlafzimmer verwiesen werden. Ein Hund dagegen, der am Nachmittag noch an Pferdeäpfeln genascht hat darf sein Frauchen ruhig Sonntag morgens um sieben Uhr wecken, und wird - von derselben Frau - freundlich begrüßt und ins Bett geholt.
(Anm.: Das funktioniert übrigens bei den Zweibeinern auch mitunter mit umgekehrter Rollenverteilung !)


Ja wundert euch das???
Alle vierbeinigen Artgenossen werden jetzt wissend den Kopf schütteln 
(für alle Zweibeiner unter den Lesern: oder - für eure Augen - einfach nichtssagend in den Raum schauen). 

Natürlich wundert UNS das nicht, denn WIR wissen ja auch, wie's geht ! Kleine Kinder wissen das übrigens auch noch, nur die älteren Zweibeiner vergessen es mit der Zeit.
Für das Beispiel von Martin Rütter mit dem wegen Bier-und Knoblauchfahne des Schlafzimmers verwiesenen Ehemanns heißt das Folgendes:
Während ER stinkend und mit verdrehten Augen - lallend - an IHR Bett tritt haben wir, zu unserem Geruch nach frischen Pferdeäpfeln eben diese gewisse Mimik, der SIE niemals widerstehen kann (was ER wahrscheinlich zu Beginn ihrer Beziehung auch mal konnte) und der zusätzliche Kuschelfaktor (an den ER unrasiert niemals heranreichen wird !) sorgt für eine klassische "win-win-Situation", wie sie besser nicht erreicht werden könnte.

Und WIR ALLE (Zwei- und Vierbeiner) können den Unterschied sehen, hier ist der Beweis:

ER:
 WIR:

Noch Fragen???

Also lieber Herr Rütter:
Sie wissen es und wir Vierbeiner wissen es auch:
Natürlich gibt es Probleme mit Hunden (von Zweibeinern oft "Problemhunde" genannt), aber genauer betrachtet sind das  "Problemzweibeiner", die ihre Vierbeiner von einer gesunden Integration abhalten und um die werde ich mich in der nächsten Zeit verstärkt kümmern. 

Denn was den Zweibeinern recht ist, ......
 
Das ist dann sozusagen die ultimative Antwort auf Martin Rütter.

Von wegen, wir verstehen eure Sprache nicht! WIR wissen schon nach kürzester Zeit mehr über euch, als IHR je von uns erfahren werdet. Nur weil ihr ständig soviel redet,  denkt ihr, ihr würdet nur mit Worten sagen, was ihr denkt, aber wir lesen die Bedeutung eurer Worte aus euerer Mimik, Gestik und Stimme heraus. WIR sind letztlich  
das erfolgreichste Beispiel für die Intergration einer Art mit Migrationshintergrund, 
wenn wir nicht mit einem Problemzweibeiner leben müssen.
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Anmerkung der Tippse:
Ich finde Martin Rütter gut! Weil: Er "erinnert" viele Menschen, die von sich aus nicht unbedingt auf die Idee kämen, vor der Hundehaltung, Bücher über Hundeerziehung zu lesen oder sich anderweitig fachlich zu informieren daran, dass es aber gut wäre, eben dies zu tun. 
Leider verleitet dies manchmal den geneigten Amateur auch dazu, voreilig Parallelen zu gezeigten Fällen herzustellen, wo bei genauerem Hinsehen eine  individuelle Betrachtung besser gewesen wäre.
Trotzdem erreicht er eine "Zielgruppe", die sonst sicherlich nie zu erreichen wäre !
Aus diesem Grund distanziere ich mich ausdrücklich von dem teilweise etwas despektierlichen Ton der "Redaktion" !
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Fortsetzung folgt.....


LG, Enya