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Freitag, 23. September 2011

Herbstanfang



 Der Herbst hat heute begonnen!

Ach neeee? Wer von uns wüßte das nicht, schließlich ist wettertechnisch der Herbst schon seit längerem eingetroffen.
Um so wichtiger ist es wohl, heute noch einmal an den kalendarischen Herbstanfang zu erinnern, damit nicht die ersten schon jetzt wieder auf den Winter warten!

Ein Gedicht von Heinz Erhardt gefällt mir mit Blick auf die goldene Zeit des Jahres immer besonders gut, weswegen ich euch hiermit daran erinnern möchte:

Überlistet:

Wenn Blätter von den Bäumen stürzen,

die Tage täglich sich verkürzen,

wenn Amsel, Drossel, Fink und Meisen

die Koffer packen und verreisen,

wenn all die Maden, Motten, Mücken,

die wir versäumten zu zerdrücken,

von selber sterben - so glaubt mir:

es steht der Winter vor der Tür!

Ich lass ihn stehen! Ich spiel ihm einen Possen!

Ich hab die Tür verriegelt und gut abgeschlossen!

Er kann nicht rein! Ich hab ihn angeschmiert!

Nun steht der Winter vor der Tür ---

und friert!

(Heinz Erhardt)

Aber bevor der Winter erwartet wird hat der Herbst seine speziellen Seiten:
Die Tage werden kürzer, die Grillabende sind Geschichte, dafür nehmen sich die Menschen mehr Zeit für die "Nachbarschaftspflege" der besonderen Art:
(Veröffentlicht in Klima, Vollidioten von Masztalerz am Dezember 31, 2009) 


Und weil's so schön zum Hundeblog passt, hier der passende  
Herbst-Hunde-Cartoon:
 (entdeckt bei Toonworks: http://www.toonworks.de/?p=181)

Nachdem wir nun schon soooo lange Herbst haben, hoffen wir, dass der Winter noch ein bischen auf sich warten läßt!


LG, Enya

Samstag, 26. März 2011

Erdbeben in Japan

ursprünglich 12.03.2011:

Ich habe lange überlegt, ob ich heute im Blog etwas zu erzählen habe. Ich möchte aus aktuellem Anlass mal nichts über mich berichten, sondern mit einem Gedicht daran erinnern, wie sehr sich Menschen oft in ihrem Tun überschätzen. Bleibt zu hoffen, dass es in Japan nicht auch noch zum absoluten Supergau nach der wohl momentan dort beginnenden Kernschmelze im AKW von Fukushima kommt. 
Mir tun die Menschen dort sehr leid, von denen viele wohl ihr altes Leben niemals wiedersehen werden.

Theodor Fontane (1819 - 1898) Die Brück' am Tay
When shall we three meet again (Shakespeare: Macbeth)
 
»Wann treffen wir drei wieder zusamm'?« 
  »Um die siebente Stund', am Brückendamm.«
    »Am Mittelpfeiler.« »Ich lösche die Flamm'.«
»Ich mit.«
»Ich komme vom Norden her.«
»Und ich von Süden.«
»Und ich vom Meer.«
»Hei, das gibt ein Ringelreihn,
Und die Brücke muß in den Grund hinein.«
»Und der Zug, der in die Brücke tritt
Um die siebente Stund'?«
»Ei der muß mit.«
»Muß mit.«
»Tand, Tand,
Ist das Gebilde von Menschenhand.«
 
Auf der Norderseite, das Brückenhaus -
Alle Fenster sehen nach Süden aus,
Und die Brücknersleut', ohne Rast und Ruh
Und in Bangen sehen nach Süden zu,
Sehen und warten, ob nicht ein Licht
Übers Wasser hin »ich komme« spricht,
»Ich komme, trotz Nacht und Sturmesflug,
Ich, der Edinburger Zug.«
 
Und der Brückner jetzt: »Ich seh einen Schein
Am anderen Ufer. Das muß er sein.
Nun Mutter, weg mit dem bangen Traum,
Unser Johnie kommt und will seinen Baum,
Und was noch am Baume von Lichtern ist,
Zünd' alles an wie zum heiligen Christ,
Der will heuer zweimal mit uns sein, -
Und in elf Minuten ist er herein.«
 
Und es war der Zug. Am Süderturm
Keucht er vorbei jetzt gegen den Sturm,
Und Johnie spricht: »Die Brücke noch!
Aber was tut es, wir zwingen es doch.
Ein fester Kessel, ein doppelter Dampf,
Die bleiben Sieger in solchem Kampf,
Und wie's auch rast und ringt und rennt,
Wir kriegen es unter: das Element.«
 
»Und unser Stolz ist unsre Brück';
Ich lache, denk ich an früher zurück,
An all den Jammer und all die Not
Mit dem elend alten Schifferboot;
Wie manche liebe Christfestnacht
Hab ich im Fährhaus zugebracht,
Und sah unsrer Fenster lichten Schein,
Und zählte, und konnte nicht drüben sein.«
 
Auf der Norderseite, das Brückenhaus -
Alle Fenster sehen nach Süden aus,
Und die Brücknersleut' ohne Rast und Ruh
Und in Bangen sehen nach Süden zu;
Denn wütender wurde der Winde Spiel,
Und jetzt, als ob Feuer vom Himmel fiel',
Erglüht es in niederschießender Pracht
Überm Wasser unten ... Und wieder ist Nacht.
 
»Wann treffen wir drei wieder zusamm'?«
  »Um Mitternacht, am Bergeskamm.«
    »Auf dem hohen Moor, am Erlenstamm.«
»Ich komme.« »Ich mit.«
»Ich nenn euch die Zahl.«
»Und ich die Namen.«
»Und ich die Qual.«
»Hei! Wie Splitter brach das Gebälk entzwei.«
»Tand, Tand,
Ist das Gebilde von Menschenhand.«

Und noch ein Gedicht....

ursprünglich 09.03.2011:

Habe heute ein schönes Gedicht entdeckt und konnte nicht daran "vorbeigehen" ohne es allen zu zeigen, auf das es jedem Leinenträger zu denken gibt - von wegen "Krone der Schöpfung" und so:

When God had made the earth and sky,
the flowers and trees,
he then made all the animals and all the birds and bees.
And when his work was finished not one was quite the same.
He said, I`ll walk this earth of mine
and give each one a name.
And so he travelled land and sea and everywhere he went,
a little creature followed him, until his strength was spent.
When all were named upon the earth
and in the sky and sea,
the little creature said “Dear lord, there`s not one left for me.”
The father smiled and softly said “I`ve left you to the end.
I`ve turned my own name back to front and have called you
DOG, my friend”
 
(Verfasser unbekannt)
entdeckt auf der Seite der Elb-Norfolks