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Sonntag, 28. August 2011

Es war einmal . . .

Heute möchte ich euch ein Märchen erzählen. Es handelt von einem schönen Ort im Münsterland und ist damit auch der August-Beitrag von mir zum  Projekt 12.


Es war einmal ein Naturschutzgebiet. Das lag irgendwo an einem geheimen Ort in den Tiefen des Münsterlands und war unglaublich schön.
Die Menschen, die in der Nähe dieses Naturschutzgebiet lebten mochten es sehr, denn es gab dort wunderschöne Wege zum Wandern und Radfahren und man konnte dort ein Stück (fast) unberührte Natur erleben.

 Es gab dort schutzwürdige Feuchtwiesen, Röhrichte, artenreiche Hochstaudenfluren und vieles mehr. Aufgrund zahlreicher Gewässer sowie strukturreicher Buchenmischwälder und Wildwiesen waren hier unzählige Tierarten zu Hause oder suchten hier ihr Futter. Dazu gehörten verschiedene Wasservögel, z. B. Stockente, Spießente und Wasserhühner, sowie Graureiher, Silberreiher und Weißstorch. Neben den unterschiedlichen Fledermausarten waren ständig Raubvögel, wie z. B. Mäusebussard und Falke zu beobachten. Viele andere Tiere wie Fuchs, Wiesel, Reh und viele Amphibienarten, auch der Feuersalamander, sowie Libellen und seltene Schmetterlinge hatten hier ihre Heimat gefunden.
Und - für uns Vierbeiner: Es gab dort einen alten Baum, in dessen hohlen Stamm im Sommer immer für uns Wasser zu finden war !

Viele Schilder wurden von den Behörden dort aufgestellt, um den "Unwissenden" zu erklären, was hier nicht erlaubt war.

Und weil es sich um ein besonders schutzwürdiges Gebiet handelt, war es z.B. uns Vierbeinern strengstens verboten, von den Wegen herunterzulaufen und das Gebiet zu erkunden. So manches mal war ich darüber schon traurig, denn es war auch für uns Vierbeiner eine sehr interessante Gegend ! Meine Gassibegleitung sagte dann aber immer, dass ich das verstehen müsse, weil doch die Tiere und Pflanzen dort unser höchstes Gut seien und nie, nie, nie nicht gestört werden dürften. Weil dann z.B. so seltene Tiere wie der Silberreiher vielleicht für immer dort verschwinden würden.

Aber eines Tages veränderte sich das Leben im Naturschutzgebiet. Den Menschen in den Behörden und Ämtern waren der Feuersalamander, den ich nie, niemals suchen durfte und die vielen andern Tier- und Pflanzenkollegen, die ich auf gar keinen Fall stören durfte, wohl nicht mehr so wichtig. 
Und während wir Vierbeiner und unsere Leinenhalter immer bestraft wurden, wenn wir auch nur ein einziges Mal vom Weg abgingen, wurden nun seltsame rot-weiße Pfosten in die schönen Feuchtwiesen geschlagen. Es waren aber keine Stöckchen für Silas, wie mir meine Leinenhalterin erklärte, sondern es waren Markierungen für ein Bauvorhaben !
Hier sollte nun eine neue Umgehungsstrasse gebaut werden, die wohl all die schützenserten Tiere und Pflanzen der Gegend mit Autoabgasen und Autolärm vertreiben würde ! 
Und was soll nun aus meinem
"wasserspendenden Baum werden"???

Dann entdeckte ich bei einem meiner nächsten Spaziergänge dort noch ein neues Schild im wunderschönen Naturschutzgebiet, weil es vielleicht doch noch ein paar Menschen gibt, denen die Erhaltung dieses doch vormals ach so wichtigen und schützenswerten Bereichs am Herzen liegt .....

Noch sieht es hier so aus, ....



.... aber wer weiß, ob das noch lange so sein wird !

Warum ich euch diese traurige Geschichte als Märchen erzähle, fragt ihr?
Weil Märchen immer ein Happy End haben, sagt mein Minifrauchen. Sie hat mir abends in meinem Körbchen schon viele Märchen vorgelesen und die hatten tatsächlich immer ein gutes Ende. 

Noch gibt es für die Geschichte, die ich euch heute erzählt habe, kein Ende, aber ich hoffe, es gibt noch viel mehr Menschen hier, die das neue Schild lesen und darüber nachdenken !

Dann endet die Geschichte vielleicht auch mit einem Happy End wie im Märchen und Silberreiher, Feuersalamander und all die anderen können hier glücklich und zufrieden sein, bis an ihr Lebensende.....



LG, Enya

Kommentare:

  1. Das hast du aber sehr schön erzählt und ich drücke alle meine Pfoten das dieses Märchen mit einem Happy End endet!
    L.G. Diva

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  2. Ja, solche Märchen passieren leider immer wieder und überall auf der Welt. "Was kümmert mich mein dummes Geschwätz von gestern?" DAS ist der Mensch. Traurig. Sehr traurig.

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  3. Hallo,

    das ist aber kein schönes Märchen und
    man kann nur hoffen das der Mensch
    Vernunft walten lässt.

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  4. Danekschön für deinen Beitrag.
    Hatte leider am WE keine Zeit, aber ich haben deinen Link gerade veröffentlicht.

    Liebes WUUUH
    Sally

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  5. Hi Enya,
    das hast du wunderschön erzählt! Witzig finde ich, dass ich für Projekt 12 auch im Naturschutzgebiet war. Aber UNSER Naturschutzgebiet bleibt! (hoffentlich)
    Ich bleibe da auch immer auf den Wegen, bin trotzdem SEHR gern dort. Ich halte gaaanz sehr die Tatzen und meine Menschen drücken die Daumen, dass auch DEIN Naturschutzgebiet bleibt und die Strasse nicht gebaut wird.
    Liebes Wuffi Isi

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  6. Hi Enya, laut - ganz laut wuffe ich dir mein Zustimmung zu....kenne das - vor meiner Haustüre ist ebenso ein großes Gelände in Gefahr....Menschen rauben die Erde viel zu gedankenlos aus und zerstören einmalige Tier- und Pflanzenwelten....egal wo auf der Welt...es ist ein Verbrechen....sorry....so hart soll es hier doch nicht klingen.
    Danke - ein sehr nachdenklicher Post!
    Wuff und LG
    Aiko

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  7. Ja spinnen die denn, die Menschen ? Zuerst Hunde an die Leinen wegen der verschiedenen Tierarten und dann plötzlich weg mit der schönen Natur ?
    Beim Abendbellen mußt Du das mal weitersagen, Enya, damit das ganz viele Hunde in der Nachbarschaft erfahren und Alarm schlagen.
    Viel Erfolg wünscht Dir PIT

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  8. Olá ENYA querida amiga.
    Tudo bem? Seu blog tem coisas legais, gosto de vir visitar. Parabéns.
    Venha brincar em meu blog de "O QUE É O QUE É" ou "CHARADINHAS". Sabe? É para divertir e alegrar. Te espero com alegria.
    Boa noite.
    Aus 1000 com amor do Brasil...

    KIPPY

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